Das Buch

Im Großen und Ganzen war alles gut. Studium, Freundin, Freundeskreis - alles bestens. Ich war jung und auf dem Weg zu Eigenheim, Kindern und sicherer Rente. So oder so ähnlich. Es fehlte mir an nichts. Dachte ich damals.

War das jetzt alles?

Diese Frage spielte in meinem normalen Alltagsrhythmus keine Rolle, ich war damit beschäftigt, mich zu beschäftigen.

Bis mir am Ende eines Kurzurlaubs ein Buch in die Hände fiel, das auf dem Nachtschrank lag. Die Koffer waren bereits gepackt und meine Freundin wollte nur kurz ins Bad. Wahllos schlug ich es auf und las ein paar Seiten, so wie ich es häufig mit Zeitschriften oder Büchern mache, wenn ich irgendwo warte. Diesmal sollten sie mein Leben verändern.

Viele Wochen später kamen mir diese Seiten und das Buch wieder in den Sinn. Ich konnte mich nur noch an die zwei Buchstaben "NT" auf dem Titel erinnern. Ich recherchierte im Internet und stieß auf den Begriff "Neues Testament".

"3, 2, 1 - meins!"

Ich ersteigerte eins und las es hoch motiviert vom Anfang bis zum Ende - es dauerte zweieinhalb Monate. Mir kam alles so logisch, so treffend vor. Hier war die Welt erklärt, alles machte Sinn. Dieses Buch erzählt von Jesus, der mir zeigte, dass er sich eine Beziehung mit mir wünscht.

Jesus ermutigt uns in der Bibel dazu, den Glauben mit anderen Gläubigen zu teilen. Beim Googeln fand ich die Lukas-Gemeinde und ging zum nächsten Gottesdienst. Ich fühlte mich, als ob ich zu Hause angekommen war - obwohl ich niemanden kannte.

Gemeinde wird konkret

Eigentlich ging meine Reise jetzt erst los. An manches musste ich mich gewöhnen - anderes braucht weiterhin Zeit. In einer kleinen Gruppe mit anderen jungen Erwachsenen wurde Gemeinde konkret, ich durfte fragen, zweifeln und mittragen.

Und hier bin ich nun, mit einem Haufen alter und junger, fröhlicher und fehlerhafter Menschen, die mir bei aller Verschiedenartigkeit ein Zuhause, eine Familie wurden.

Marco, Mitglied der Lukas-Gemeinde