Seelsorgeschulung: Wie können wir Flüchtlingen begegnen und helfen?

Das Bild zeigt ein herzförmiges grünes Blatt

Viele Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, haben Furchtbares in ihren Heimatländern und auf ihrer Flucht erlebt. Nur selten können sie sich einem Gesprächspartner anvertrauen, um der Erlebte zu verarbeiten.

Wie können wir als Christen traumatisierten Flüchtlingen dienen? Am 5. und 6. Februar gingen 150 Interessierte aus verschiedenen Gemeinden Berlins, aber auch aus Hamburg,  Niedersachsen und Brandenburg dieser Frage in der Lukas-Gemeinde nach. "Hoffnung für zerbrochene Herzen - Wie können wir Flüchtlingen begegnen und helfen?" lautete der Titel des Seelsorgeseminars, das von der renommierten Psychologin Dr. Naomi K. Paget gehalten wurde. Die kompakte Schulung  fand in Zusammenarbeit mit der Saddleback Church statt.  

Dr. Paget, die als erfahrene Psychologin u.a. mit dem Roten Kreuz und dem FBI in die Krisengebiete der Welt reist, erklärte packend und anschaulich, welche Auswirkungen Stress und Trauer auf Menschen haben - und wie Unterstützer und Begleiter ihnen durch das rechte Fragen und Zuhören helfen können, wieder zu sich zu finden. "Uns wurde schnell klar, dass dies nicht nur Flüchtlinge betrifft, sondern auch uns selbst, unsere Mitmenschen und besonders auch Flüchtlingshelfer, die durch ihre Arbeit oft überfordert oder sogar co-traumatisiert sind", berichtet Teilnehmerin Christiane W. Die Fürsorge beginne also schon bei den Geschwistern vor Ort. Dr. Paget ging noch einen Schritt weiter: "Wir können nur den Frieden bringen, den wir selber im Herzen haben", so die Psychologin. Wer sich um andere kümmern wolle, müsse sich auch gut um sich selbst kümmern. Genügend Schlaf, gesundes Essen, Fitness und Kontemplation gehörten zur notwendigen Seelenhygiene eines jeden, der Kraft für andere haben wolle. Die Referentin sprach auf Englisch, allerdings wurde flott und authentisch durch Pastor Rüdiger Sumann und Pastor David Schnitter von der Saddleback Church übersetzt.