Die Große 50 - Lukas Gemeinde feiert Wertschätzungsgottesdienst

Mit einem aufwendigen Wertschätzungsgottesdienst hat sich die Lukas-Gemeinde bei ihren drei Pastoren Hans-Peter Pache, Claus Schröder und Rüdiger Sumann bedankt. Alle drei Pastoren dienen der Gemeinde seit – zusammengerechnet – 50 Jahren. „Die große 50!“ addiert sich aus 35, 10 und 5 Dienstjahren.

 

Welch ein Geschenk, die ganze Liebe zu spüren!

Die Feier war ein lang vorbereitetes Überraschungsgeschenk; die Pastoren, die sich mit der Gemeindeleitung für das Wochenende in Klausur begeben hatten, ahnten erst am Sonntagmorgen, dass „hier irgendwas im Busch ist“.

Die Moderatoren des Wertschätzungsgottesdienstes, Christina H. und Matthias D., hatten zur Feier des Tages jeweils ihre Hochzeitskleidung angezogen. „Ich war heute früh noch laufen, sonst hätte ich in den Smoking nicht mehr reingepasst“, scherzte Matthias, als beide gut gelaunt die dreiminütige Verzögerung zu Beginn des Gottesdienstes überbrückten. Denn draußen, vor der Tür, benötigten die Pastoren doch einen Moment länger, um sich zu sammeln für das geheimnisvolle Irgendwas „da drinnen“, wo die Gemeinde ein letztes Mal die „La-Ola-Welle“ übte und Musikleiter Henning R. mit leisen Jazz-Klängen am Klavier die Ouvertüre andeutete.

When the Saints go marching in

Als die drei Gemeindepastoren zur Musik des Evergreens in den Kirchensaal einmarschierten, umfing sie stürmischer Applaus. Die Hütte war voll bis auf den letzten Platz. Nachdem die Kleinen in ihre jeweiligen Kindergottesdienste geschickt worden waren, fanden diese freiwerdenden Sitzplätze schnell dankbare Abnehmer, einige Besucher aber mussten leider stehen, so viele wollten beim feierlichen Jubiläum dabei sein. Sie erlebten Feier und Party.

Olaf, bleib bitte hier, wir brauchen dich noch

Ordnungsgemäß wurde die Gemeinde darauf aufmerksam gemacht, dass Axel Nickolaus während des Gottesdienstes Fotos machen würde. „Wer nicht aufs Foto will, der geht am besten auf die Empore“, erklärte Christina, woraufhin nur Olaf Franke reagierte, der als Pastor die Predigt halten sollte. Es war nicht sein letzter Witz an diesem Tag.

Die siebenköpfige Band stimmte „Komm, komm, du Sohn des Höchsten“ an und die Gemeinde bezeugte lauthals „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“.

Ich bin Pfingstpastor, ich darf zwischendurch Halleluja sagen

Olaf FrankeOlaf Franke wollte „die große Ehre“ und seine Freude nicht verhehlen, an diesem Tag vor der Gemeinde zu stehen. undefined„Das passiert mir nie wieder, dass ich predige und mir alle drei Gemeindepastoren zuhören müssen. Also schnallt euch an!“ Olaf wählte die Verse Epheser 4, 11-13, um seine Zuhörer daran zu erinnern, dass „Jesus Geschenke macht, Halleluja: Er schenkt Menschen, die anderen dienen“, und meinte damit auch die Jubilare in der ersten Reihe, die bisher noch kein einziges Mal zu Wort gekommen waren. Die drei waren wohl ganz gefangen. So oder so.

Der „tödliche Kommentar“ für jede Predigt: zu lang

Es gebe, so führte Olaf aus, „keinen schwierigeren Job als den des Gemeindepastors“. Was Pastoren auch immer machen, es könne täglich zu Problemen führen. Wenn sie es aber nicht machten, sei es auch ein Problem. Das Dilemma sei unauflöslich. Sie verdienten daher, was Olaf den „3G-Support“ nannte, geistliche Unterstützung mit Gebet, materielle Unterstützung mit Geld, emotionale Unterstützung mit guten Worten. Denn „die Gemeinde braucht euch, die Stadt braucht euch, die Welt braucht euch!“ Der tödliche Kommentar blieb Olaf erspart.

Von ehemaligen Fußballtrainern und ägyptischen Busfahrern

Womit konfrontiert man Jubilare in einer Feier zu ihren Ehren? Die vielen Weggefährten und Wegbereiter einzuladen und zu interviewen, hätte – mal 3 – jeden Rahmen gesprengt. Die überquellende Schatzkiste auf der Bühnenmitte hielt für Hans-Peter, Claus und Rüdiger jeweils eine Darbietung bereit, die zwischen Sketch, Song und Video das große Maß an Wertschätzung zum Ausdruck brachte.

„Rüdiger, du bist für uns ein Riesensegen“

Rüdiger Sumann wurde unter großem Gejohle von Impuls!-Mitgliedern „vorgeführt“. Michaela B., Alexander und Maximilian Hintz aus der Gruppe von jungen Erwachsenen in der Gemeinde übernahmen in einem Sketch die gestikulierenden Arme ihres für den Moment machtlosen Gruppenleiters. Der fand es „angemessen lustig“, so auf die Schippe genommen worden zu sein. „Es spiegelt das Verhältnis in der Gruppe wider, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen und Spaß miteinander haben“, erzählt Rüdiger nach dem Gottesdienst.

“Claus, you will always be our hero”

Als Riptide!-Leiter Sören H. auf der Bühne an die erste Begegnung zwischen ihm, damals FSJler, und Jugendpastor Claus Schröder erinnerte, an die gemeinsame Jugendarbeit und dass er, Sören, eigentlich nicht mehr könne, als jetzt ein Lied für Claus zu singen, da hätte Claus “fast geweint”, verrät er später. Sören begann seine Cover-Version des Skylar Grey Songs „Love the way you lie“ zunächst solo, ehe die Riptide!-Horde auf die Bühne kam, um im doppelten Dutzend den Chor zu bilden. Die Wertschätzung galt natürlich keinen Lügen (Originaltitel), sondern ihrem Helden Claus, den „God’s blessing“ stets begleiten möge.

„Hans-Peter, da ist viel von Jesus, was du widerspiegelst“

Ein Video komplettierte schließlich die bunte Mischung an Wertschätzungen, die den drei Gemeindepastoren zuteil wurde. Hans-Peter Pache erhielt persönliche Danksagungen von Woltersdorf bis Washington. Weggefährten aus dem Mülheimer Verband (Ekkehart Vetter), von „Gemeinsam für Berlin“ (Axel Nehlsen) und zwei Gemeindegründungsprojekten beschrieben Hans-Peter als visionär, treu und nachhaltig in seiner Arbeit. Heinz K. und Sven-Olaf H. formulierten stellvertretend für viele in der Lukas-Gemeinde den Dank für die geistliche Führung sowie die Freundschaft und enge Beziehung, die sie zu Hans-Peter und seiner Familie pflegen. „Ihr seid etwas ganz Besonderes.“

Man beachte die vielen dunkleren Haare

Lukas Gemeinde feiert, Standing OvationsStanding Ovations und Blumen begleiteten die Pastoren, als sie mit ihren Frauen Monika, Susanne und Deike die Bühne betraten. Der Geschenkereigen nahm seinen Lauf und fast kein Ende: Couverts für jedes Paar, deren Inhalt zum Beispiel „die Reise zum 20. Hochzeitstag sichert“, großformatige Porträtzeichnungen der Paare (auf der erkennbaren Grundlage älterer Fotos, als die Männer noch volleres oder dunkleres Haar hatten) sowie Wertschätzungsbücher mit vielen Widmungen, Erinnerungen und Anekdoten der Gemeindeglieder. Waltraut H. überreichte jedem Pastor die Bücher mit Liebe und Witz. Anspielend auf die Frucht der Gemeindearbeit von Hans-Peter in 37 Jahren als „mein Hirte, Freund, Bruder und Seelsorger“ bekannte sich Waltraut als „kleines Früchtchen deiner Gemeinde“.

Der Herr segne dich, er lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig

Nach dem gesungenen Segen der Gemeinde für die drei Paare konnte sich Hans-Peter Pache nun doch nicht mehr zurückhalten. „Dass wir diese Feier lautlos über uns ergehen lassen, das ist nicht die Sache von Pastoren. Wenigstens einmal muss ich das Mikrofon heute in die Hand nehmen“, begann Hans-Peter seinen Dank im Namen der drei Pastoren für das „reiche Geschenk, die ganze Liebe der Gemeinde zu spüren“.

Wer unter den Besuchern zu diesem Zeitpunkt vergessen hatte, dass auch dieser besondere Gottesdienst im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes gefeiert wurde, den erinnerte das Musikteam mit kraftvollem Lobpreis. „Für immer bist du treu, Herr. Für immer bist du stark.“

Ein halbes Jahr Vorbereitung

Olaf Franke und Pastor Hans-Peter PacheIm April hatte die Idee für einen Wertschätzungsgottesdienst ihren Anfang genommen. Eine Anregung aus der Gemeinde. Viele haben sich tatkräftig eingebracht, der Aufwand misst sich in ungezählten Stunden. Als Gradmesser für die Anteilnahme mag die Schlange zur Essensausgabe dienen. Vera H. und ihr Team servierten drei Variationen an Reis, indisch, chinesisch und vegetarisch, und Edith Schneider und die Edelsteine! krönten das Mahl mit einem Kuchenbuffet, zu dem viele Gemeindeglieder beigetragen hatten. An diesem Tag war eine große Überraschung gelungen. Die Pastoren hatten keine Ahnung. Erst kurz vorher schwante ihnen, „irgendwas ist heute anders“.

Artikel von Nick L., undefinedFotos von Axel N.

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